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Kleine Ringfibel mit Kuboktaeder-Enden

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28,00 € 28,00 € (inkl. Steuern)

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Material Bronze, Versilbert
Hersteller Pera Peris - Haus der Historie Inh. Peer Carstens, Reinhardtsgrimmaer Str. 3, D -01744 Dippoldiswalde, www.peraperis.com/de
Materialien Bronze
Maße 4 x 3,5 cm
Hersteller: Pera Peris - Haus der Historie Inh. Peer Carstens, Reinhardtsgrimmaer Str. 3, D -01744 Dippoldiswalde, www.peraperis.com/de
Materialien: Bronze
Maße: 4 x 3,5 cm

Historisches Vorbild aus Gotland

Dieses Schmuckstück ist eine Nachbildung einer kleinen Ringfibel aus der Wikingerzeit. Das Original wurde aus Silber gefertigt und stammte aus einem Hortfund in Sigsarve, einer Gemeinde in Hejde auf der schwedischen Insel Gotland. Die Datierung der historischen Vorlage liegt im Zeitraum zwischen 800 und 1100 n. Chr. Der spezifische Typ wird als Polyeder-Fibel bezeichnet, da die Endknöpfe eine würfelförmige, vieleckige Struktur aufweisen, die auch als kubooktaedrisch oder facettiert beschrieben wird.

Verbreitung und regionale Einordnung

Ringfibeln mit dieser Art von Enden sind charakteristisch für den östlichen Teil Schwedens sowie für Finnland und das Baltikum. Sie waren in der gesamten Region der Ostsee weit verbreitet. Archäologische Funde zeigen, dass dieser Fibeltyp etwa 40 Prozent aller Ringfibeln aus der Zeit zwischen 800 und 1000 n. Chr. ausmacht. Aufgrund dieser hohen Verbreitung gilt die Gestaltung heute als eine allgemein bekannte und häufig verwendete Form, die nicht mehr auf eine bestimmte soziale Gruppe beschränkt war.

Funktion und gesellschaftliche Bedeutung

In der Wikingerzeit diente die Größe der Fibel oft der Unterscheidung des Tragezwecks. Große Ringfibeln wurden typischerweise genutzt, um den Männerumhang auf der rechten Schulter zu befestigen. Kleinere Exemplare wie dieses dienten eher dazu, den Ausschnitt eines Hemdes oder einen Kaftan zu schließen. Es wird vermutet, dass die Form der Enden ursprünglich ein Ausdruck der Identifikation des Trägers mit seinem Beruf als Händler oder Mitglied einer Händlergilde war.

Inspiration durch WagenGewichte

Die Gestaltung der Polyeder-Enden dürfte mit hoher Wahrscheinlichkeit von den Gewichten wikingerzeitlicher Wagen übernommen worden sein. Diese WagenGewichte waren identisch geformt und verziert wie die Enden der Fibeln. Die Übernahme dieses Motivs von einem Alltagsgegenstand der Handelsgewerke auf einen Schmuckgegenstand unterstreicht den ursprünglichen Bezug zur Händlerschaft, der sich später in der allgemeinen Beliebtheit des Typs auflöste.

Produktdetails

  • Material: Bronze
  • Abmessungen: 4 x 3,5 cm