Historische Einordnung
Diese Replik zeigt eine große, kräftig profilierte Fibel aus der römischen Kaiserzeit, genauer aus dem 2. bis 3. Jahrhundert. Der Typus war in dieser Epoche vor allem in den ostgermanischen Provinzen des Reiches sowie im freien Germanien weitverbreitet. Der spezifische historische Vorlagefund stammt aus einer privaten Sammlung und wird den römischen Balkan-Provinzen zugeschrieben. Die Ähnlichkeit zu Fundstücken aus Viminacium, dem Hauptlager der römischen Legio VII Claudia auf der Balkanhalbinsel, stützt diese Herkunftsangabe.
Typologie und Verbreitung
Als Ausprägung der sogenannten Armbrustfibel ist der Typus durch einen recht kurzen, stark verbreiterten Kopf gekennzeichnet. Unter diesem Kopf befindet sich die Stützplatte, welche die Spiralrolle hält. Die Größe solcher kräftig profilierten Fibeln liegt typischerweise zwischen 4 und 7 cm. In der Römerzeit kam der Typus neben dem ostgermanischen Raum auch in Norddeutschland, Oberitalien und den Ostalpen vor. Zudem war er in den Donauprovinzen in Gebrauch und hielt sich in Österreich bis ins 4. Jahrhundert nach Christus.
Gestaltung und Detail
Die Fibel besitzt einen Fuß mit einer seitlichen Platte in dreieckiger Form. Der Bügel ziert ein großer Reliefring, der von zwei kleineren Reliefringen umgeben ist. Diese Anordnung ist charakteristisch für kräftig profilierte römische Fibeln. Am Fuß sitzt ein zentraler, kegelförmiger Knopf. Das Design spiegelt die strukturellen Merkmale des historischen Vorbilds wider.
Produktdetails
- Material: Bronze
- Abmessungen: 7 x 2,6 x 2,3 cm
- Oberflächenbehandlung: Hochwertige Bronze oder echt versilbert