Ursprung im litauischen Grabfund
Diese baltische Schlangen-Fibel stammt aus der Wikingerzeit und wurde nach einem historischen Grabfund in Kernave gefertigt. Der Fundort liegt in der Region Anduliai Kretinga in Litauen. Die Datierung des Originals reicht auf das 9. bis 10. Jahrhundert nach Christus zurück. Das Design zeigt ein Sonnenrad, das in vier Schlangenköpfen endet und einen Spiralwirbel im Zentrum trägt.
Symbolik und Bedeutung
Der Spiralwirbel symbolisiert die Sonne und steht für Wohlstand, Wachstum sowie Glück, ähnlich wie die Swastika. Die Schlange gilt als Symbol für Gesundheit, langes Leben und Wiedergeburt. Durch diese Kombination sollte die Fibel ihrem Träger eine schützende Kraft sowie Erfolgsversprechen vermitteln. Die vier Enden der Fibel stehen sinnbildlich für die vier Himmelsrichtungen, die zugleich die vier Jahreszeiten repräsentieren. Der Norden steht dabei für den Winter, der Osten für den Frühling, der Süden für den Sommer und der Westen für den Herbst.
Material und Ausführung
Die Fibel ist aus hochwertiger Bronze gefertigt oder kann in echt versilberter Ausführung erworben werden. Der Durchmesser des Schmuckstücks beträgt 4 cm. Die Verarbeitung nimmt Bezug auf das historische Vorbild aus der Wikingerzeit und überträgt dessen Formgebung in ein modernes Trageobjekt.
Historischer Kontext und Vorläufer
Die Formgebung erinnert an die spätantiken Tetraskelion-Fibeln, die vom 3. bis 6. Jahrhundert im gesamten römischen Reich verbreitet waren. Diese römischen Fibeln hatten ebenfalls die Form eines Sonnenrads, endeten jedoch in Protomen, also Kopf-Dekorationen in Gestalt von Pferdeköpfen. Sie waren als Soldatenfibeln unter den östlichen Hilfstruppen verbreitet. Besonders typisch waren sie für die römischen Kavallerie-Einheiten, die aus Pannonien rekrutiert wurden.
Produktdetails
- Material: Bronze oder echt versilbert
- Durchmesser: 4 cm