Zum Inhalt springen

Die Adlerfibel von Oßmannstedt

  • Material
  • Hersteller
  • Materialien
  • Maße
Auf die Wunschliste
Preis
40,00 € 40,00 € (inkl. Steuern)

0,00 € / Stück
Material Bronze, Versilbert
Hersteller Pera Peris - Haus der Historie Inh. Peer Carstens, Reinhardtsgrimmaer Str. 3, D -01744 Dippoldiswalde, www.peraperis.com/de
Materialien Bronze, rotes Glasfluss
Maße 6,5 cm x 3 x 1,1 cm
Hersteller: Pera Peris - Haus der Historie Inh. Peer Carstens, Reinhardtsgrimmaer Str. 3, D -01744 Dippoldiswalde, www.peraperis.com/de
Materialien: Bronze, rotes Glasfluss
Maße: 6,5 cm x 3 x 1,1 cm

Historisches Vorbild und Fundumstände

Die hier angebotene Reproduktion basiert auf einer gotischen Gewandspange aus dem 5. Jahrhundert, die als Adlerfibel bekannt ist. Das Original gehörte einer jungen ostgotischen Adligen, die etwa zwischen 450 und 500 nach Christus lebte. Ihr Schädel war nach hunnischer Sitte im Kindesalter durch Bandagieren des Kopfes in die Länge gestreckt worden. Die Frau verstarb offenbar während einer Reise in Thüringen, wo ihr reich ausgestattetes Grab ausgegraben wurde. Die Datierung des Grabes liegt zwischen 454 und 489 nach Christus, in die Zeit des Niedergangs der Hunnenherrschaft und der Übersiedlung der Ostgoten nach Italien. Dieser Fund gilt als Nachweis germanisch-reiternomadischer Beziehungen Ende des 5. Jahrhunderts.

Symbolik und kulturelle Einordnung

Das Motiv des Adlers wurde von den Ostgoten aus der skytho-sarmatischen Kunst übernommen. Es basiert auf reiternomadischen Vorstellungen, in denen der Adler als die höchste Gottheit galt. Im frühen Christentum diente das Symbol zusätzlich als Zeichen der Macht, das gleichzeitig die Auferstehung Christi und die umfassende Macht Gottes über die ganze Schöpfung ausdrückte. Adlerfibeln waren bei Goten und Gepiden seit der Spätantike Ende des 4. Jahrhunderts verbreitet. Zahlreiche Exemplare finden sich insbesondere im 5. und 6. Jahrhundert bei Ostgoten und Westgoten, wo sie zur Tracht hochgestellter Frauen gehörten. Entsprechende Fundstätten reichen bis nach Italien und Spanien.

Gestaltung und Details der Fibel

Besonderes Augenmerk verdient die Rückseite der Adlerfibel. Hier ist wie beim historischen Vorbild das Gefieder eines Adlers in naturalistischer Form abgebildet. Vermutlich wurde die Fibel in einer byzantinischen Werkstatt gefertigt. Am unteren Rand befinden sich drei kleine Ösen, an denen ein Kettengehänge zwischen einem Fibelpaar aufgespannt werden kann. Es gibt auch Nachweise gotischer Adlerfibeln, an denen kurze Kettchen mit kleinen Anhängern angebracht waren. Das Original war aus purem Gold mit vergoldeter Silberfolie und Cloisonné aus roten Granaten (Almandin) gefertigt.

Varianten und Maße

Die hier beschriebene Nachbildung besteht aus Bronze und rotem Glasfluss. Alternativ ist die Fibel auch in echt versilbert erhältlich. Entsprechend dem Vorbild hat auch die Replik die Maße 6,5 cm x 3 x 1,1 cm. Die Größe der germanischen Adlerfibeln konnte stark schwanken. Das kleinste dokumentierte Stück, die Adlerfibel aus Novi Banovci, misst nur 3,6 cm. Die beiden größten Adlerfibeln aus dem Schatz von Pietroasa messen ganze 25 und 27 cm. Der überwiegende Teil der Adlerfibeln maß um die 10 cm.

Produktdetails

  • Material: Bronze, roter Glasfluss, echt versilbert
  • Abmessungen: 6,5 x 3 x 1,1 cm